Unser erstes Jahr in Deutschland - zwei philippinische Krankenpfleger gewähren Einblicke

BuenoIsrael NunezApril TripleWin WEBDie beiden Filipinos Israel Bueno und April Nadine Nunez ziehen eine Bilanz ihrer ersten Monate in DeutschlandAnfang 2016 lag vor vier jungen Filipinos ein spannender neuer Lebensabschnitt.Anfang 2016 lag vor vier jungen Filipinos ein spannender neuer Lebensabschnitt.Sie begaben sich auf die Reise in ein neues Land – ein Stück weit sogar in eine neue Welt.Bereits mit einigen Jahren Vorlauf hatten Sie beschlossen ihren Lebensmittelpunkt nach Deutschland zu verlegen. Sie bewarben sich für das Vermittlungs-Programm „triple win“. Dieses Projekt der Zentralen Auslandsvermittlung soll den stetig wachsenden Bedarf an Personal auf dem deutschen Gesundheitsmarkt decken, gut ausgebildeten Menschen aus anderen Teilen dieser Erde eine berufliche Perspektive verleihen und das Land stärken.Im Juni 2016 kam auf diesem Weg die ausgebildete Krankenpflegerin April Nadine Nunez in das Seniorenhaus Thulbatal. Was sie antrieb waren, mit gerade einmal 300 € pro Monat, die geringen Verdienstmöglichkeiten auf den Philippinen. Doch es gibt noch viel mehr was den Inselstaat Südostasiens und Deutschland, aus Sicht der jungen Philippinin, unterscheidet.

Im Vergleich zu ihrer Heimat, der philippinischen Hauptstadt Manila, sind die Einkaufsmöglichkeiten der Marktgemeinde Oberthulba doch eher überschaubar. Auch die für philippinische Verhältnisse „besonderen Ladenöffnungszeiten“ fielen der 27-jährigen Frau direkt auf. Von ihrem Geburtsland war sie es gewohnt quasi rund um die Uhr einkaufen gehen zu können. Mittlerweile findet die zierliche Frau durchaus einiges Positives an ihrem neuen Heimatdorf: „Die Menschen sind sehr nett und ich kann hier viel besser schlafen.“Auch Israel Bueno findet an seiner neuen Umgebung einige Vorzüge: „Das Essen in Franken ist sehr gut. Schweinshaxe auf dem Kreuzberg hat mir bisher am besten geschmeckt.“

Der 39-jährige Mann arbeitete zuvor acht Jahre als OP-Pfleger in einem philippinischen Krankenhaus.Die Umstellung von Kranken- auf Altenpflege war für alle vier Gesundheitspfleger vom Inselstaat im pazifischen Ozean schwer. „Auf den Philippinen gibt es gerade ein Altenheim und das ist für sehr reiche Menschen“ berichtet April Nadine Nunez.„Doch seit wir uns gedanklich von Krankenhaus auf Pflegeheim umgestellt haben, machen wir die Arbeit sehr gerne“ erzählt Israel Bueno, Vater zweier, in seiner Heimat lebender, Kinder. „Wir wissen es sehr zu schätzen inwieweit sich die Carl-von-Heß’sche Sozialstiftung um uns kümmert und uns diese Chance ermöglicht“ weiß April Nunez.Die Carl-von-Heß’sche Sozialstiftung steht als Trägerstiftung hinter dem Seniorenhaus Thulbatal und fünf weiteren Pflegeeinrichtungen im Landkreis Bad Kissingen. Die Hammelburger Stiftung hat mit der Beteiligung an dem Projekt „triple win“ auf die immer brisanter werdende Situation um den Personalmangel im Gesundheitssektor reagiert und im Jahr 2016, insgesamt 17 von den Philippinen stammenden junge Frauen und Männer, eine Chance auf eine bessere Zukunft in Deutschland ermöglicht. 

April Nadine Nunez hat mittlerweile das Deutsch-Sprachdiplom“ B2“ abgelegt und damit eine uneingeschränkte Anerkennung zur Ausübung der Tätigkeit als Krankenpflegerin in Deutschland erhalten. Der im Dezember 2016 angekommene, Israel Bueno, hat diese Prüfung noch vor sich.Auf die Frage was ihr Wunsch für die Zukunft sei, antworten sie: „Ein unbefristeter Vertrag“.Mit etwas Wehmut fügen beide noch hinzu „Und der Nachzug unserer Familien“, denn sie plagt das Heimweh nach ihren Liebsten. „Ach, und die kalten Wintermonate – die sind für uns Südostasiaten gefühlt noch ein wenig kälter als für euch Deutsche“  fügen die sympathischen Krankenpfleger lächelnd hinzu.

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